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Katzen – elegante Tiere mit Eigensinn

Katzen sind Raubtiere. Sie gehören zu den Carnivora, zu der Unterordnung Felidae. Zwischen den wildlebenden Großkatzen wie Löwen, Tiger, Geparden und Jaguars sowie den als zahm geltenden Hauskatzen scheint es auf den ersten Blick kaum Ähnlichkeiten zu geben – und dennoch: Die im Haus gehaltenen Rassen gehen auf Wildformen zurück. Schaut man sich Ozelot, Wildkatze und Luchs an, so werden die Verwandtschaftsverhältnisse offensichtlich.

Haltung

Die Haltung von Katzen ist nicht wesentlich anspruchsvoller als die Haltung von Hunden. Katzen benötigen nur wenig Ausrüstung. Für die Hygiene ist eine leicht zugängliche Katzentoilette empfehlenswert, die regelmässig gereinigt wird. Spielzeug zur ausdauernden Beschäftigung suchen sich Katzen im Zweifelsfall selbst: Wenn kein Kletter- und Kratzbaum zur Verfügung steht, müssen die Möbel herhalten. Das ist ärgerlich, denn Katzenkrallen hinterlassen Spuren, die sich nicht beseitigen lassen. Kleinere Spielzeuge, die die Intelligenz und den Jagdtrieb der kleinen Räuber herausfordern, sind im Fachhandel erhältlich. Soll die Katze nicht allein im Haus gehalten werden, kann ein Halsband mit entsprechendem Anhänger hilfreich sein, um Besitzverhältnisse zu zeigen. Auch ein Transportkäfig, der regelmässige Tierarztbesuche erleichtert, gehört zur Ausrüstung. Jede Katze sollte eine eigene Futter- und Wasserschale haben, so dass klar ist, wo die täglichen Mahlzeiten stattfinden. Ein Kissen oder Körbchen zum Schlafen ist optional, da die meisten Katzen sich automatisch einen Lieblingsplatz in Sessel, Bett oder Wäscheschrank suchen. Mehr Ausrüstung wird für die Haltung von Katzen eigentlich nicht benötigt.

Katzenfutter

Ein Blick ins Regal zeigt schnell: Katzenfutter ist nicht gleich Katzenfutter. Es gibt Futter in Dosen mit Fisch, Leber, Wild, Rind und anderen fleischigen Zusätzen, Trockenfutter zum Anrühren, Nahrungsergänzungsmittel, Rezepte für Katzenfutter aus eigener Herstellung und wenigstens fünf verschiedene Marken, die mit dem einzig waren Katzenfutter werben. Welches Futter das richtige für Ihre Katze ist, das sollten Sie selbst wissen. Wichtig ist eine artgerechte Ernährung, die viel Proteine enthält, aber nicht rein auf Fleisch ausgerichtet ist. Denn obwohl Katzen Raubtiere sind, brauchen sie auch Vitamine – in Katzenfutter werden die häufig genug in Form von Gemüse geliefert. Zur Ausrüstung der Katze gehört auch ein Trinkgefäß. Da sollte allerdings nicht Milch und Sahne drin sein, sondern Wasser.

Katzenpflege

Katzen sind saubere Tiere. Sie putzen sich beständig selbst, indem sie ihre Pfoten einspeicheln und damit reinigend über das Fell streichen. Zur Katzenpflege braucht es kein Bad, Shampoo oder spezielle Pflegeprodukte – die Katze braucht lediglich die Möglichkeit, sich ausgiebig zu reinigen. Auf keinen Fall sollten sie zur Katzenpflege Kindershampoo oder dergleichen anwenden. Diese Produkte sind zur Pflege von menschlichem Haar entwickelt, nicht für Katzen! Um die Reinigung der Zähne muss man sich bei Katzen nicht kümmern, zur Katzenpflege reicht es, wenn der kleine Räuber ab und an etwas Hartes zu kauen hat.

Rassen und Krankheiten

Züchter unterscheiden zwischen Hauskatzen und Rassekatzen. Die verschiedenen Rassen erfordern eine langjährige Züchtung, während als Hauskatze eigentlich jede Katze bezeichnet wird, die im Haus lebt. Verschiedenen Rassen werden die unterschiedlichsten Eigenschaften zugeschrieben, die nicht immer etwas mit dem Aussehen der Tiere zu tun haben. Kartäuser, Angora- und Perserkatzen sind die bekanntesten Rassen. Neben Kurz- und Langhaarkatzen gibt es inzwischen auch Rassen, die haarlos sind und von Katzenhaarallergikern relativ problemlos gehalten werden können. Katzen sind anfällig für Infektionen. Zu den typischen Krankheiten gehören Katzenschnupfen und Katzenseuche, und auch Tollwut kann von nicht geimpften Katzen übertragen werden. Andere Krankheiten gehen mit dem Befall von Parasiten einher, und auch altersbedingte Krankheiten spielen eine Rolle.